So war’s: „Zukunftsworkshop – Logistik und Mobilität in Hessen 2035“

Titel:„Zukunftsworkshop – Logistik und Mobilität in Hessen 2035“
Datum: 23. Juni 2016
Ort: HOLM, Frankfurt
Veranstalter: Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) und das House of Logistics & Mobility (HOLM)

Workshop

Die beiden Veranstalter erstellen gemeinsam eine Studie zum Thema Zukunftsbild Logistik und Mobilität in Hessen 2035. Kern der Studie sind sieben Handlungsfelder (siehe Liste) zu denen  zahlreiche Zukunftsthesen aufgestellt wurden. Eine Einschätzung hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeiten der Zukunftsthesen wurde vorab per Onlinebefragung ermittelt.

1. Digitalisierung
2. Energie und Klima
3. Gesellschaft in Logistik und Mobilität
4. Urbane Logistik und Mobilität
5. Intelligente Verkehrssysteme
6. Aviation
7. Innovatives Wertschöpfungsdesign in der Supply Chain

Das Veranstaltungsthema lockte zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft an. In einzelnen Workshops wurden die Handlungsfelder kontrovers diskutiert.

Im Workshop Digitalisierung stellten wir Teilnehmer fest, dass sich aufgrund der digitalen Transformation von Geschäftsprozessen Teile der Wertschöpfungsketten von Unternehmen (z.B. KMUs) an Softwareunternehmen verlagern. Ich persönlich sehe das unter dem Aspekt der Verlagerung von Arbeitsplätzen kritisch und glaube, dass die KMUs untereinander zunehmend stärker kooperieren müssen um die Abhängigkeit gegenüber den Softwarenunternehmen zu mitigieren.

Im Workshop Urbane Logistik und Mobilitäte wurde intensiv die Frage diskutiert, inwieweit die Politik Regularien im Hinblick auf das autonome Fahren in der urbanen Mobilität entwickeln sollte, um die Großstädte Hessens vor einem durch autonome Fahrzeuge möglicherweise entstehenden doppelten Verkehrsaufkommen zu schützen. Dies wäre zum Beispiel dann der Fall, wenn die autonomen Fahrzeuge Personen zum Ziel transportieren und leer wieder zurückfahren. Hier stellt sich meiner Meinung nach die Frage, ob autonome Fahrzeuge zum Carsharing benutzt werden sollten und ob der Carsharing Anbieter ÖPNV-Betreiber, Autohersteller oder Softwareunternehmen sein sollte.

Fazit

Eine außerordentlich lebhafte und kontroverse Expertendiskussion die deutlich macht, wie differenziert und bereichsübergreifend die Handlungsfelder zu betrachten sind und wie unterschiedlich die Zukunftsthesen je nach Branche eingeschätzt werden. Ich freue mich auf die Vorstellung der abschließenden Ergebnisse der Studie Ende September.

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